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Partnerschaft mit Ghana Intensivieren

Chancellor Angela Merkel and President Nana Akufo Addo

The German Chancellor Angela Merkel has conducted a highly successful visit to Ghana intensifying the political and economic relations between the two countries., © dpa

11.07.2018 - Artikel

Kanzlerin Merkel hat am zweiten Tag ihrer Afrikareise Ghana besucht: Deutschland will das Land dabei unterstützen, aus der Hilfsbedürftigkeit herauszukommen. Ghana erziele auf Grundlage des „Compact with Africa“ schnelle Fortschritte, erklärte Merkel.

In Accra traf Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnertagmorgen mit Präsident Nana Akufo-Addo zusammen. Beide tauschten sich über Möglichkeiten aus, die bilaterale Partnerschaft im Wirtschaftsbereich auszubauen, gemeinsam die illegale Migration zu mindern und die Zivilgesellschaft in Ghana zu stärken.

Merkel zeigte sich überzeugt, die Menschen in Ghana seien willens und in der Lage, einen ambitionierten Weg zu gehen, um aus der Hilfsbedürftigkeit herauszukommen. „Deshalb arbeiten wir in einer Reformpartnerschaft zusammen, und zwar auf Grundlage des “Compact with Africa„, so Merkel. Ghana sei eines der Länder, die mitmachen und habe schnelle Fortschritte erzielt.


Ausbau der Infrastruktur vor Ort

Merkel sagte Unterstützung beim Ausbau der Infrastruktur, der Industrialisierung und der Entwicklung der ländlichen Regionen zu. „Uns geht es in unserer Entwicklungspartnerschaft auch darum, jungen Menschen Hoffnung zu geben, sie zu trainieren“, so Merkel.


Gemeinsam gegen illegale Migration

Bei dem Gespräch ging es auch um die Bekämpfung der illegalen Migration. Es müsse alles getan werden, „damit sich junge Menschen nicht vor Verzweiflung auf den lebensgefährlichen Weg machen und illegal in europäische Länder emigrieren, sondern ihre Chancen finden oder aber die legale Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern mit Blick auf Visaerteilungen, Studienplätze, Ausbildungsplätze in Deutschland stattfinden kann“.

Merkel betonte, eine prosperierende Europäische Union könne es nur geben, wenn Europa mit den Fragen der Migration und der Partnerschaft mit Afrika klarkomme: „Dabei geht es im umfassenden Sinne um die Bekämpfung von Fluchtursachen, und das wird nicht durch Abschottung gelingen, sondern nur dadurch, dass es Win-Win-Situationen für beide Seiten gibt.“


Wirtschaftskooperationen unterzeichnet

Bei einem anschließenden von der deutschen Wirtschaft in Ghana veranstalteten Runden Tisch zum Investitionsumfeld und der G20-Initiative „Compact-with-Africa“ wurden drei Absichtserklärungen mit den Unternehmen Voith, Bosch und VW unterzeichnet.

Merkel betonte: „Ghana ist einer unserer wichtigste Handelspartner in Subsahara-Afrika. Aber wir wissen, dass es noch sehr viel Entwicklungspotenzial gibt.“ Deswegen gehe es darum, „eine intelligente Verknüpfung von Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft zu haben.“


Zum Abschluss ihres Besuchs in Ghana traf Merkel mit jungen ghanaischen Start-up-Unternehmerinnen und -unternehmern zusammen.

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